Partnergemeinde Church of Christ in Nigeria (CoCiN) in Kudum

Ich grüße Sie alle. Mein Name ist Luka Jacob Jiwul, ich wurde vor 34 Jahren in einem Dorf namens Kudum in Nigeria im Bundesstaat Plateau geboren. Ich bin Christ, noch nicht verheiratet und arbeite bei der Plateau Radio Television Corporation in Jos als Sprecher. Jos ist die Hauptstadt des Bundesstaates Plateau und liegt in der Mitte von Nigeria. Ich lebe bei meinem Onkel, doch besuche ich Kudum regelmäßig, weil dort meine Eltern leben.

Der Grund, warum ich Ihnen schreibe, liegt schon ein paar Jahre zurück: 2006 hatte ich eine Begegnung mit Mirka Holubova (inzwischen ist sie eine verheiratete Grünwaldt). Sie besuchte damals als Afrikanistik-Studentin der Universität Frankfurt mein Land Nigeria. Unter Leitung von Professor Herrmann Jungraith-mayr studierte sie meine Muttersprache Ngas. Weil ich selbst großes Interesse  an der wissenschaftlichen Erforschung meiner Sprache habe, unterstützte ich sie in ihrer Arbeit, und so kam es, dass ich nun für drei Monate nach Deutschland eingeladen wurde, um die Arbeiten an einem Ngas-Wörterbuch und einer Ngas-Grammatik abschließen zu helfen.

Diese Werke werden auch dafür sorgen, dass endlich wichtige Bücher übersetzt werden können und meine Leute zum Beispiel auch einen leichteren Zugang zur Bibel und anderer christlicher Literatur finden können. Außerdem soll Ngas inSchrift und Sprache in den Schulen gelehrt werden, damit sie bei der jüngeren Generation nicht in Vergessenheit gerät; die Gefahr ist groß, denn in Nigeria gibt es weit über 400 Sprachen. Anfang Oktober kam ich also in Frankfurt an. Bisher geht die Arbeit an der Universität gut voran, auch dank der fähigen Menschen mit denen ich zu tun habe.

Ich habe mich sehr gefreut, mit Pfarrer Uwe Handschuch und etlichen Mitgliedern der Martin-Luther-Gemeinde in Dietzenbach-Steinberg zusammentreffen zu können. Seit 2007 ist ja die „Church of Christ in Nigeria (COCIN)“ in Kudum durch eine von Frau Holubova initiierte Partnerschaft mit der Martin-Luther-Gemeinde in Dietzenbach-Steinberg verbunden. Ich habe die Waldkapelle zum ersten Mal am Sonntag, 10. Oktober besucht. Seitdem sehe ich Dietzenbach als ein weiteres Zuhause für mich an, so gut waren verschiedene Familien hier zu mir. Sie brachten mir viel Liebe entgegen und kümmerten sich rührend um mich. Ihnen allen gilt mein Dank.

So Gott will, werde ich noch bis 28. Dezember in Deutschland bleiben, bevor ich dann in mein Heimatland Nigeria zurückkehre. Ich hoffe, dass ich Weihnachten, die Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, mit Ihnen in der Waldkapelle feiern kann. Es wäre schön, wenn ich später wieder mal nach Deutschland kommen könnte.Ich danke Ihnen allen.  Bleiben sie treu in unserem Herrn Jesus Christus, so dass wir uns auch nach diesem Leben auf Erden im Himmel wiedersehen werden, in der ewigen Gemeinschaft mit Gott.

Luka Jacob Jiwul, Koordinator der Partnerschaft mit der CoCiN Kudum

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