27 Jahre Pfadfinder in Steinberg

Gegründet wurde die damalige Siedlung Steinbock von Corinna Köbele, die damals die Idee hatte eine Pfadfindergruppe aufzubauen. Hierzu wurde Sie in einem Gottesdienst von Vikar Blancke und Alfred Thomin („Teddy“) ermuntert. Im Januar 1978 fand die erste Sippenstunde im Keller der Familie Köbele statt. Später wurden Sippenstunden und Treffen in einer Holzhütte in der Tannenstrasse abgehalten, bis die Martin Luther Gemeinde dem Stamm einen Platz für eine Holzhütte auf dem Gelände des damals neuen Haus des Lebens gab. 1990 wurde die Siedlung nach Erfüllung einiger Aufgaben als Stamm bestätigt.

Doch was fasziniert bis heute viele Jungen und Mädchen an der Pfadfinderidee? Wenn ich mich zurückerinnere als ich mit 13 Jahren zu den Pfadfindern ging, war es vor allem der Reiz den Zeltlager, mit Lagerfeuer, Holzkonstruktionen und Geländespielen auf mich ausübten. Der Stamm bestand damals aus 3 Sippen mit insgesamt 20 Pfadfindern. Auf den jährlichen Zeltlagern unseres damaligen Bundes (Dachverband), der Christlichen Pfadfinderschaft Dreieich (CP Dreieich) trafen sich die Sippen mit Gruppen aus dem gesamten Rhein-Main Gebiet. Mit Spielideen wurde sich auf den Pfingstlagern in die Welt der Ritter, Römer oder Indianer zurückversetzt. Im Sommer waren die Gruppen in der ganzen Welt unterwegs: Griechenland, England, Irland, Schweden, Frankreich, Norwegen, Estland, Korsika, Polen und der Tschechischen Republik. Mit Rucksack und Zelt lernten wir andere Länder und vor allem die Menschen die dort leben kennen.
Durch diese gemeinsame Erlebnisse und Erinnerungen wurde unser Stamm zu einer Gemeinschaft zusammengeschweißt. Viele haben später selbst als Sippenführer Sippen übernommen um Ihre Erlebnisse und Erfahrung an Jüngere weiterzugeben. So wuchs der Stamm auf eine Größe von 70 Personen an. Um der wachsenden Nachfrage der jüngeren Kinder gerecht zu werden, gründeten wir eine so genannte Meute, in der sich die jüngeren Kinder spielerisch der Pfadfinderei nähern.

Inzwischen hatten wir Älteren längst andere Facetten des Pfadfinderlebens schätzen gelernt. Die persönliche Weiterentwicklung an gestellten Aufgaben und Herausforderungen z.B. als Gruppenleiter oder Verantwortlicher für ein Zeltlager ist wichtiger Bestandteil der Pfadfinderidee. Auch fühlen wir uns als lebendige christliche Gemeinschaft, die es jungen Menschen ermöglicht ihren eigenen Weg zum Glauben zu finden und zu leben.
Auch das singen vieler alter oder überlieferter Lieder am Lagerfeuer ist ein wichtiges Stilelement unserer Gemeinschaft.

1995 wurde zum ersten Mal über die Zukunft unserer damaligen „Blockhütte“ und deren Ersatz oder Erweiterung nachgedacht. Es wurde die CP Steinberg e.V. als Trägerverein gegründet. Mit großem Einsatz und mit viel Engagement und Unterstützung von Außen konnte 1997 mit dem ersten Spatenstich begonnen – und unser neues Pfadfinderhaus 1999 eingeweiht werden.

Heute ist Julia Kreuzinger Stammesführerin und Felix Neuhäusel und Isabel Christian sind ihre Vertreter.

Dirk Mattil

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